Offener Brief im „work“

Auch das „work“, die Zeitung der Gewerkschaft Unia, hat sich mit unseren Forderungen für eine neue Gleichstellungspolitik auseinander gesetzt. In einem Offenen Brief kritisiert Chefredakteurin Marie-Josée Kuhn unsere Herangehensweise. Die Antwort auf diesen Brief könnt ihr hier lesen :

Liebe Marie-Josée

Es freut uns, dass unsere Aktivitäten für eine neue Gleichstellungspolitik Beachtung gefunden haben und spannende Diskussionen auslösen.

Eine ältere Genossin hat mir vor kurzem geschrieben: Als sie vor etwa 50 Jahren der SP beitrat, erklärte ihr der Präsident ihrer Sektion: „Weiber nehmen wir nicht.“ Für Frauen war lange Zeit kein Platz in der Politik, auch nicht in der SP. Doch diese Zeiten, das musst auch du liebe Marie-Josée zugeben, sind vorbei. Heute ist die SP neben den Grünen die einzige Partei in der Bundesversammlung, die gleich viele Männer wie Frauen stellt. Bei den Gewerkschaften geht dieser Fortschritt langsamer voran, aber er geht voran. Und auch gesamtgesellschaftlich hat sich viel getan. Dank engagierten Frauen wie dir, die diese Fortschritte erkämpft haben, hatte ich tatsächlich das Glück, mit einer „Blühgarantie“ aufzuwachsen. Weiterlesen

Zur Räumung des Anti-AKW-Camps

Votum im Namen der JUSO in der Debatte im Berner Stadtrat über die Räumung des Anti-AKW-Camps:

Bei der Diskussion über die Räumung des Anti-AKW-Camps von vergangenem Dienstag geht es mir gar nicht in erster Linie um die Fragen Pro oder Contra Abschaltung des AKW.

Die Räumung wirft nämlich eine andere wichtige Frage auf: Was ist eigentlich mit dem öffentlichen Raum in unserer Stadt passiert? Welchen Sinn und Zweck erfüllt der öffentliche Raum überhaupt noch? Und welchen Sinn und Zweck sollte er haben? Weiterlesen

Warum müssen wir 20 Jahre nach dem Frauenstreik heute am 14. Juni wieder auf die Strasse?

„Gleichstellung? Haben wir doch schon lange erreicht, ist doch gar kein Thema mehr heute.“ Solche oder so ähnliche Aussagen hört man tagtäglich. Auch von Frauen. Insbesondere von jungen Frauen. Ich gehöre einer Generation an, wo schon in der Erziehung klar war: Was ich als Frau in der Schule und im Leben lerne, befähigt mich zu mehr als zu Hemden bügeln und Kinder grossziehen. Der Weg ans Gymnasium war leicht, nachfolgend ein Studium in Angriff zu nehmen der nächste logische Schritt. Als ich meinen 18. Geburstag feierte, freute ich mich auf meinen ersten Urnengang, ich musste nicht erst 35 werden wie meine Grossmutter um das erste Mal abstimmen zu können. Der Anteil Mädchen an den Gymis ist mittlerweile höher als der der Jungen, an den Unis siehts genau so aus. Der Anteil erwerbstätiger Frauen steigt ständig, viele machen Karriere. So weit so gut. Unsere VorkämpferInnen haben viel für uns erreicht. Doch sind Feminismus und Gleichstellungspolitik deswegen heute kein Thema mehr? In den Gesetzen ist Gleichstellung angekommen, aber ist sie es auch in den Köpfen der Menschen? Weiterlesen

Sondergruppen adé – Gleichstellung geht uns alle an!

Viele Frauen und Männer in meinem Alter haben das Privileg in einer Gesellschaft leben zu können, die geprägt ist von den Errungenschaften unserer Vorkämpferinnen. Als 25 jährige bin ich in einer Schweiz aufgewachsen, in der durch den jahrzentelangen Kampf von Frauen (und Männern) früherer Generationen die Grundsteine für die politische Partizipation der Frauen und für die wirtschaftliche Gleichstellung der Geschlechter gelegt worden sind. Glücklicherweise sind wir heute nicht mehr in der Situation, in der die Frauen in der SP im Jahr 1912 waren. Diese Frauen politisierten als krasse Minderheit in einer männerdominierten Partei, wo sie sich ihre Anerkennung hart erkämpfen, sich in erster Linie selber organisieren mussten und  darum die SP Frauen gründeten.  Seit damals haben wir es weit gebracht. Die SP und ihre Verbündeten haben das Frauenstimmrecht, die Mutterschaftsversicherung und vieles mehr für die Befreiung der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter erkämpft. Weiterlesen

Für selbstbestimmte Sexualität

Ist Feminismus obsolet? Die Debatte nimmt ihren Anfang im Sommerlager der JUSO Schweiz. Dort führten wir einen Workshop zum Thema «Gleichstellung heute» durch. Der Workshop bildet die Basis einer Neu-Positionierung der JUSO in Sachen Gleichstellung. Eine solche Neu-Positionierung erachten wir aus zwei Gründen als notwendig: Erstens muss sich die Gleichstellungspolitik weiter entwickeln: Viele Feministinnen früherer Generationen betreiben Gleichstellungspolitik mit anderen Schwerpunkten als wir das tun. Weiterlesen

Bern soll legal Hanf verkaufen

Gemeinsam mit Aline Trede (Junge Grüne) und Lea Bill (JA!) reiche ich einen Vorstoss ein, der die Prüfung eines Pilotprojekts zum öffentlichen Verkauf von Cannabis in der Stadt Bern fordert. Mit dem legalen Verkauf kann die Prävention verstärkt werden, die Information der KonsumentInnen verbesser werden und wissenschaftliche Daten zum Cannabis-Konsum erhoben werden. Der Handel mit Cannabis verschwindet vom Schwarzmarkt, der Jugendschutz kann so massiv verbessert werden und KonsumentInnen werden nicht unnötig kriminalisiert.

Artikel im Bund

UBS-freie Zone

In der ganzen Schweiz reichen JUSOs seit gestern Anfragen und parlamentarische Vorstösse ein, die die Gemeinde auffordern, bis auf weiteres alle geschäftlichen Beziehungen mit den Grossbanken UBS und Credit Suisse einzustellen. Weiterlesen

Geht wählen! Und bezahlt dafür?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten und Gemeinden sind die Wahl- und Abstimmungscouverts in Bern nicht rückfrankiert. Wer also abstimmen oder wählen will, muss sich entweder Briefmarken besorgen oder den Weg in eine Postfiliale antreten. Weiterlesen

Moralapostel? Nein danke…

Der Aufschrei war riesig nachdem bekannt wurde, dass Alex Tschäppät den Sieg von YB über den FXZ gebührend gefeiert hatte. Und dabei ein Lied mitgesungen hat, in dem Abzockerkönig und Fremdenhasser Christoph Blocher diffamiert wird. Ein Lied, in dem ein Ausdruck vorkommt, den niemand wortwörtlich meint. Was jede und jeder weiss, der schon einmal mit einem Jugendlichen ein oder zwei Worte gewechselt hat. Weiterlesen

Alles Amokläufer?

Und wieder geht es los: Der moralische Aufschrei rund um „Killergames“. Die Rechtskommission des Ständerates empfiehlt die Annahme von zwei Vorstössen, die Videospiele verbieten wollen. Weiterlesen